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Indien

Auch wenn ich schon einmal angefangen hatte und es dann ein bischen Probleme gab mit meinem Partner ( gell Schatz ) so beginne ich jetzt zum 2. Mal mit einem Urlaub den ich nicht vergessen werde!

Ende  1996 flog ich mit meinem damaligen Freund Ravi zu seiner Familie nach Nord Indien.Ich war zuvor nie geflogen. Und dann gleich 11,5 Stunden nach Delhi. Echt aufregend.

Schon beim Start war ich hellauf begeistert vom Fliegen.Ich erinnere mich daran, das mir die Stewardess anbot eine Zeit lang auf ihrem Fensterplatz zu sitzen, weil sie mitbekommen hatte das ich noch    "Flugjungfrau" war und leider beim Hinflug keinen Fensterplatz hatte.

Während des Fluges schliefen wir viel und sahen uns zwischendurch Filme an oder hörten Musik!

Woran ich mich noch genau erinnere ist der Geruch und das Gehupe als ich nach unserer Landung den Flughafen verlies.

Wir mussten nun noch 4 Stunden mit dem Auto fahren um endlich bei Ravis Familie zu sein.

Alles war sehr aufregend!Die vielen Menschen alle natürlich dunkler und anders gekleidet....die fremde Sprache.

Ravis Familie begrüßte mich ganz herzlich.

In den nächsten Tagen lernte ich nach und nach den Rest der Familie und die Umgebung kennen.

Auch ohne Worte schienen wir uns zu verstehen, nur ab und an fühlte ich mich in seiner Familie unwohl und hatte Schwierigkeiten damit das sie versteht was ich sagen möchte!

Oft lachten wir über Situationen in denen ich verdutzt schaute oder die anderen.

Meine schönsten und interesantesten Erlebnisse möchte ich nun mit Euch teilen.

Beginnen möchte ich mit dem wohl bekanntesten Wahrzeichen Indiens...... 

Das Taj Mahal in Agra.

Bis wir das Wahrzeichen Indiens endlich sehen konnten, standen wir stundenlang in einer niemals enden wollenden Schlange an. Aber es lohnte sich. Kaum waren wir durch die Tore gegangen und an vielen anderen Menschen vorbei sah ich das beeindruckende edle Grabmal.Davor ein Wasserbecken und viel Grün.

Das Taj Mahal erstrahlt im hellen Mamor. 

Unendlich viele Edelsteine und Mosaike schmücken die Wände.

Ich dachte mehrmals darüber nach wieviel Arbeit darin steckt und vor allem wie viele Menschen wohl daran gearbeitet haben.

Der Sha Jahan ließ dieses prachtvolle Gebäude für seine verstorbene Kaiserin Mumtaz -i- Mahal erbauen! Ravi erzählte und übersetzte mir während unserer Führung, dass sie ihm viele Kinder schenkte und dieses Gebäude ein Zeichen ihrer unendlichen Liebe war.

Dem Architekten wurden beide Hände abgehackt, damit er nie wieder so etwas schönes erschaffen konnte.

Auch der Kaiser wurde später dort beigesetzt.

Wir blieben sehr lange auf dem Gelände. Genossen den wunderschönen Anblick.

Später, viel später fuhren wir weiter. Ich weiss das ich rückwärts aus dem Garten ging, um den Taj Mahal möglichst lange sehen zu können.

 

Das Familienfest ( Hauseinweihung )

Eines meiner schönsten und erlebnisreichsten Ereignisse war das Familienfest!

Schon Tage vorher wurden Vorbereitungen getroffen. Verwandte trafen ein, ein Zelt wurde aufgestellt, Essen wurde vorbereitet und vieles mehr.

Es machte Spaß bei den Vorbereitungen zu helfen und so erste Kontakte zu knüpfen zu den neuen ( anderen ) Familienmitgliedern.

ich hatte Gott sei dank schon ein indisches Dress und kam mir so nicht mehr so "außerirdisch" vor.

Gegen abend ging es dann los.

Das Wohnzimmer wurde ausgeräumt und alle Familienmitglieder nahmen auf und unter Decken  auf dem Fußboden platz.

Nur ein Guru, ein heiliger alter weißbärtiger Mann lag auf dem bett und konnte so auf seine Gastgeber hinabsehen.

Rund um ihn wurden im Laufe der Nacht immer mehr Geschenke gelegt (Geld, Nahrung ect.).

Eine Gruppe Musiker und auf der Terasse befestigte Lautsprecher sorgten dafür das jeder die Festlichkeiten des hauses miterleben konnte.

Ich traute mich nicht gleich zu der feierlichen Gesellschaft. Ich wußte nicht wie sie eine weiße aufnehmen würden. Noch dazu so unwissend was dort an diesem Abend noch so alles geschieht!!!!

Doch dann nahm ich all meinen Mut zusammen und wurde herzlich in die Runde aufgenommen.

Wir sangen klatschten und beteten an diesem Abend gemeinsam bis in die frühen Morgenstunden.

Wurde man zwischendurch müde so legte man sich einfach hin und schlief.

Mir war es sachleierhaft wie man bei diesem Lärm überhaupt ein Auge zu machen konnte.

Aber auch Ravis Onkel schaffte es und wir amüsierten uns über sein lautes Schnarchen während wir sangen.

Dieser Abend war sehr aufregend nicht zuletzt weil sich einige während des sing sangs in Trance versetzten und wie ich heute vermute "den Teufel" austrieben ließen durch den Guru.

Am Morgen des nächsten Tages trafen sich alle in einem Schlafraum.

Die Betten wurden zur Seite geschoben und eine Frau schlug den Takt auf einer Trommel, einige andere sangen dazu.

Jeder tanzte einmal umrundet von allen Familienmitgliedern.

Wem der Tanz gefiel kreiste mit Geldgeschenken über den Kopf der Tänzerin und drückte es ihr anschließend in die Hand.

Ich war anfangs etwas zurückhaltend und wollte nicht schon wieder im Mittelpunkt stehen. Doch dann konnte ich dem Charm und der Freude die von den Tänzerinnen ausging und dem bitten der Gesellschaft nicht wiederstehen und machte mit.

Zur Freude der Familie.

Auch dieser Morgen war sehr erlebnisreich und vor allem sehr fröhlich!!!!!!

 

Ein armes altes Dorf

Auf einer unserer Touren kamen wir auch in ein kleines Dorf. Schon als unser Jeep die ersten Häuser erreichten, wurden wir umzingelt von indischen Kindern und neugierigen Erwachsenen.

Hatten die Menschen hier noch nie eine weisse Frau gesehen?

Wir hielten an und wurden von Bekannten in eine Wohnung geführt bzw. treppaufwärts auf einen  Balkon.

Direkt waren Inder und Inderinnen aller Altersklassen um mich herum.Sie beobachteten mich und starrten mich mit ihren 1000 Augen an.

Kurz darauf wurden wir in einem kleinen Zimmer mit Obst und Cola begrüßt.

Im ersten Moment war ich sehr froh darüber von der Menge weg zu sein, doch die Menschen ließen nicht lange auf sich warten und das Zimmer war in sekundenschnelle dunkel.

Ich kann dieses Gefühl nicht beschreiben.

Beklemment, unwohl; auf der anderen Seite auch begehrenswert.

Einfach seltsam!!!

Ich war etwas neues für die Menschen und ich konnte ihre Neugierde auch verstehen.

Aber manchmal wünschte ich mir dunkel zu sein, weniger auffällig oder nicht alleine weiss zu sein.

 

Zu Besuch bei Santra!

Santra ist eine von Axels Schwestern.

Sie wohnte mit ihrer Familie mehrere Stunden von Ravies Eltern entfernt.

Mitten in der Nacht erreichten wir Ihr Haus.

Am nächsten Morgen sah ich dann die Umgebung und den Lebenstandart in dem ich mich befand.

Es war fast erschreckend den Unterschied zu sehen im Vergleich zu Ravis zu Hause und dem Ort an dem Santra durch ihre Hochzeit hinziehen mußte.

Kein Wasser, kaum Licht; Luxus auf den Santra verzcihten mußte.

Ich begriff erst dort wie gut es den anderen der Familie ging!!!!!!

Trotz allem wurde ich auch dort freundlich empfangen.Wir bekamen etwas zu essen und ein Bett für die Nacht.

Am nächsten Tag besuchten wir eine Schule.Santras Mann unterrichtete dort.

Wir kamen auf dem Schulhof an und waren mitten in einer Schulstunde. In Indien wird im Winter draußen gelehrt und gelernt und im Sommer wenn die Hitze zu groß ist im Gebäude.

Wir stiegen aus dem Auto aus und wieder stand ich ungewollt im Mittelpunkt.

Alle Kinder drehten sich nach uns um und starrten uns an.

Man bot mir sogar einen Stuhl an, den ich aber dankend ablehnte wei ich mir dann noch ausgelieferter vorgekommen wäre.

Es war schon interessant, aber ich war froh als wir weiterfuhren.  

 

Bei Slochna zu Hause!

Zum Geburtstag von Ravis Neffen Gollu besuchten wir auch seine zweite Schwester Slochna!

Sie wohnte bei ihren Schwiegereltern hatte jedoch ein leichteres Alltagsleben als Santra.

Das Haus war das von Ravis Vater ähnlich und auch die Versorgung mit Wasser und Strom war wesentlich einfacher.

Auch dort wurde ich von vielen neugierigen Gesichtern belagert, bis ich ins Haus flüchtete. Aber auch dort  ließen sie mich nicht gehen. Das machte mich hilflos und agressiv. Einmal knallte ich die Tür zu um endlich in Ruhe gelasen zu werden.Ich wollte nicht so angestarrt werden...empfand mich nie als etwas besonderes. 

Was mir für Slochna und die anderen Frauen leid tat...sie mußten sich ständig vor ihrem Schwiegervater verhüllen. Bei der täglichen Arbeit war dies ganz schön anstrengend. Slochna und auch Ravi meinten später das läge an der "Willkür" des Schwiegervaters. Bei ihrem eigenen Vater mussten sie dies nicht.

Die Rituale zu Gollus Geburtstag waren für mich auch fremd. Es wurde mit Innereien handtiert und gebetet.

Sehr viel bekam ich davon nicht mit denn Frauen waren wie so oft nicht erwünscht.

Slochna wohnte mit Gollu noch lange bei uns in Ravis Elternhaus im Anschluß an unseren Besuch. Ich habe sie und die anderen sehr lieb gewonnen.

 

Ein weiteres Highlight war unsere Fahrt nach Simla.

Wieder waren wir mit unserem Driver im Geländewagen unterwegs.

Stundenlang fuhren wir in den Norden Indiens. Unterwegs bekamen wir die Lichter zur Hälfte mit Klebeband abgeklebt damit in dem kurvenreichen steilen Gebiet sich die Autos nicht blenden.

In den ersten Dörfern angekommen sprangen Männer auf den Wagen und boten uns ihre Hilfe an.

Wir waren mit unserem Jonny als Fahrer bestens bedient und wimmelten sie jedesmal ab. Mich erschraken die waghalsiegen Sprünge der Menschen auf unser Auto, da wir ja meistens am Fahren waren.

An unserem Ziel hoch oben angekommen bezogen wir eine Art Ferienwohnung. Dort schliefen wir uns erst einmal aus.

Am nächsten Tag zeigte mir Ravi beliebte Aussichtspunkte von denen man das Himalajagebirge sehen konnte! Ebenfalls beeindruckend das nur einen Katzensprung entfernt China war.

In einem kleinen Lädchen besorgten wir uns die landesüblichen Simlamützen.

Wir verließen Simla früher als geplant, weil Schnee gemeldet war und unser Auto nicht ausgestattet war für eine Rutschpartie den Berg hinab!  

Während unseres Aufenthaltes dort holte ich mir leider wie ich später feststellte Läuse.

Ich kannte dies aus meiner Kindheit, nur da war ich in Deutschland.Nissenkamm und Läuseschampoo gab es hier nicht.

So entlausten mich Ravis Schwestern mit einer Engelsgeduld, wie sie es zuvor schon des öfteren bei ihren anderen Familienmitgleidern getan hatten, nur wußte ich bis zu diesem Zeitpunkt nicht was sie da taten. 

 

1.10.06 15:06
 


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